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| 11.08.1999
12.45 Uhr - ein Zentralgestirn verfinstert sich. |
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Es war ein fast mythischer Augenblick. Regenwolken hatten immer wieder das seltene Geschehen am Himmel verdeckt und drohten bis zuletzt, den Höhepunkt der Sonnenfinsternis den Blicken der harrenden Menschen zu entziehen. Von überall her waren Sonnenfinsternishungrige an diesen Ort im Südwesten Deutschlands gepilgert, der inmitten der so genannten Kernschattenzone des Mondes lag. Den ganzen
Tag über hatten sich unzählige Menschen vereinzelt und in
Gruppen auf der Suche nach einem freien Ausblick durch die
kleine Stadt bewegt. Und
dann geschah es: Um
13.55 Uhr war alles vorbei, die Sonne war wieder frei und das
Leben kehrte, abgesehen von den durch die rückreisenden
Sonnentouristen verursachten kilometerlangen Staus, zur
Normalität des Alltags zurück. Und ein wenig von dieser Ehrfurcht hatte sicherlich auch uns, doch als so aufgeklärt geltende Zeitgenossen, im Moment des magischen Geschehens erfasst. "Nie in meinem ganzen Leben war ich von Schauer und Erhabenheit so erschüttert wie in diesen Minuten, es war nicht anders, als hätte Gott auf einmal ein Wort gesprochen und ich hätte verstanden!" Adalbert Stifter, 1842, nach dem unmittelbaren Erleben einer Sonnenfinsternis Vollständiger
Text bei: www.eclipse1999.de |
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