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Die
Wutachschlucht, eine der letzten ursprünglichen
Wildflusslandschaften Mitteleuropas, zählt zu den ältesten
Naturschutzgebieten Baden-Württembergs.
Die Wutach und ihre Nebenflüsse bilden eine überwältigende
Urlandschaft mit romantischen Schluchten und urwüchsigen
Wäldern. Ein unvergessliches Erlebnis für jeden
Wanderer.
Die Wutach hat sich in den vergangenen ca. 70000 Jahren
ein bis zu 200 m tiefes und ca. 30 Km langes Tal in den
Südschwarzwald gefressen.
Viele tausend Touristen durchwandern Jahr für Jahr die
WUTACHSCHLUCHT , einen der Glanzpunkte im Hoch-
schwarzwald, ein einzigartiges Naturschutzgebiet ein
streng gehütetes Wildflusstal .
Dieses Gebiet kann nicht durchfahren werden, sondern man
muss es durchwandern. Die Quellbäche der Wutach
(wütende Ach) kommen vom Osthang des Feldbergs. Drei
Namen hat das Gewässer, bevor es bei Waldshut in den
Hochrhein mündet: vom Feldsee im Ostkar des Feldberges
bis zum Titisee schlängelt es sich als "Seebach'
gemächlich durch die Talaue des Bärentals. Als
"Gutach " (gute Ach) verlässt es den Titisee
und östlich von Neustadt heißt der nun reißende Fluss
" Wutach " (wütende Ach).
Von hier an wird es botanisch und geologisch
interessant. Tief hat sich die Wutach in die
Keuperschichten eingegraben und verändert auch heutig
ständig vor allem im Frühjahr, das Flussbett und die
Talschlucht. Dem Hobbygeologen bieten die nach Osten
abfallende Schichtungen einen interessanten Einblick in
die Erdgeschichte. Besonders interessant sind die
Verkarstungen und Dolinenbildungen und die in Lias zu
findenden vielen Versteinerungen, wie Amoniten und
Belemiten.
Für den Hobbybotaniker
ist die Schlucht ein einziges Eldorado. Von den 2 500 in
Mitteleuropa vorkommenden Pflanzenarten sind hier allein
1 200 vertreten, darunter Seltenheiten wie Hirschzunge,
Felsennelken , Türkenbund, Mondviolen , (Silberblatt)
und im Herbst der Silbertaler. Und ist es nicht
erstaunlich, daß in der Schlucht noch über 500
Schmetterlingsarten anzutreffen sind so der sehr seltene
Apollofalter. Hundert Vogelarten begegnen dem
Naturfreund, darunter der Wespenbussard, der Gänsesäger
und der buntschillernde Eisvogel. Die Wutach erwandert
man am zweckmäßigsten von West nach Ost in etwa zwei
Tageswanderungen. Empfehlenswerte Einstiege sind bei
Kappel Gutach- brücke östlich von Neustadt bei der
Schattenmühle (Info-Zentrum und Waldwander- Parkplatz)
von Löffingen-Göschweiler. Empfehlenswert als Einstieg
ist auch die Dietfurt (Wanderparkplatz Löffingen
- Reiselfingen)
oder der Wanderparkplatz bei Löffingen-Bachheim. Die
Wutachschlucht kann man fast zu jeder Jahreszeit
durchwandern. Die beste Zeit ist Frühsommer und Herbst.
Faszinierend ist gerade im Herbst die Zeit der Laubfärbung,
wenn die vielen Büsche und Laubbäume ihr farbiges
Kleid anlegen. Die Zeit ist auch die Wettersicherste und
klimatisch günstigste. Jetzt ist das Klima nicht mehr
subtropisch warm , sondern es herrschen angenehme
Wandertemperaturen.
(Quelle: http://www.mmwebs.de/wutach/
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