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In dieser Rubrik
werde ich mich den Dingen widmen, die auf der
anderen Seite des Rheins geschehen.
Dieser Strom ist "sozusagen" eine ur-europäische
Institution.
Und was ist nicht schon alles an seinen Ufern geschehen...
Die Wassermassen kümmert`s wenig, sie existieren nach der Devise alles fließt
und bewegen ihren grauen Leib unentwegt dem Meere zu.
Nun, heute möchten wir uns mit einem Kunstwort beschäftigen, das irgendwo im leeren Raum
vor sich hin schwebt: PAMINA.
..ja, man hat es schon einmal irgendwo gehört, ...entspringt es nicht der
Ideenwelt Mozarts?!
Nein, in unserem Fall steht PAMINA für PA=Palatinat, MI=
Mittlerer Oberrhein und NA=Nord Alsace.
Der PAMINA-Raum (Südpfalz,
Region Mittlerer Oberrhein, Nordelsaß) umfasst rund 6.000 km². Er wird
im Osten vom Schwarzwald, im Westen von den Nordvogesen und dem Pfälzerwald
eingerahmt. Im Rheintal konzentrieren sich daher die größeren
Siedlungen sowie wirtschaftliche Aktivitäten.
Der PAMINA-Raum profitiert von relativ günstigen klimatischen
Bedingungen: Abgesehen von den Schwarzwaldhöhen mit bis zu 1.000 m ist
das Klima bedeutend milder als in vielen anderen Regionen Europas. Daher
spielen landwirtschaftliche Sonderkulturen, insbesondere der Weinanbau
im Bereich der Vorbergzone, eine herausragende Rolle bei der Erzeugung
landwirtschaftlicher Produkte.
Einheit
in der Vielfalt deutsch-französischer Beziehungen
Der PAMINA-Raum lebt aus seinen Gegensätzen: Dominiert auf der
badischen Seite das Oberzentrum Karlsruhe mit seinen mannigfaltigen
privaten und universitären Forschungseinrichtungen, so prägen auf pfälzischer
und elsässischer Seite das Naturerlebnis, der Weinanbau und verträumte
Ortschaften das Bild.
Hier sind nicht nur die Nationen Deutschland und Frankreich, sondern
gleich drei Teilräume mit unterschiedlichen rechtlich-administrativen
Vorgaben in Einklang zu bringen. Sprachbarrieren, unterschiedliche
Planungssysteme und -verständnisse sowie die jeweilige Mentalität sind
Faktoren, die bei Kooperationsvorhaben und konkreten Projekten immer
wieder zu berücksichtigen sind.
So wirken die drei (Teil-) Regionen, die sich zum so genannten
Kooperationsraum PAMINA zusammengeschlossen haben, äußerlich eher
heterogen. Die Formel "Einheit in der Vielfalt" bezeichnet den
Kooperationsraum wohl am besten.
Über Jahrhunderte hinweg lebten die Menschen links und rechts vom Rhein
in friedlicher Eintracht. Die regionale Identität zeigte sich besonders
auf kultureller Ebene, unter anderem in der Sprache. Insbesondere auf pfälzischer
Seite sind viele französische Begriffe und Redewendungen in den Dialekt
eingegangen und dokumentieren die starken, grenzübergreifenden
Beziehungen.
Historisch
gewachsenes regionale Bewusstsein
Die
Oberrheinlandschaft war von je her ein Durchzugsgebiet fremder
Völker. Sueben, Burgunder, Vandalen, Hunnen, Alemannen und Franken durchzogen
das Gebiet selten in friedlicher Absicht. Insofern mussten sich die
Einheimischen immer wieder an neue Herrschaftsstrukturen gewöhnen. Doch der dauerhafte Wechsel rührte am regionalen Bewusstsein nur wenig.
Im Mittelalter war das Oberrheingebiet eine der zentralen Landschaften
im Heiligen römischen Reich deutscher Nationen. In der Zeit nach 1945
besann man sich auf beiden Seiten der Grenze auf Aussöhnung, das
regionale, grenzenlose Denken und Handeln gewann im Laufe von
Jahrzehnten wieder Oberhand.
Geografie
und Demografie
Geografisch bildet der PAMINA-Raum die Ebene zwischen dem Schwarzwald im
Osten, dem Pfälzer Wald und den Nord Vogesen im Westen, zu beiden
Seiten des Rheins. Somit kommt zur kulturellen Vielfalt im PAMINA-Raum
die landschaftliche hinzu. Mit Ausnahme der Schwarzwald-Höhen, die bis
über 1000 Meter reichen, ist das Klima des Kooperationsraumes sehr
mild. Das sind günstige Bedingungen für landwirtschaftliche
Sonderkulturen, etwa den Weinanbau.
Die rund 1,6 Millionen Menschen im PAMINA-Raum verteilen sich auf einer
Fläche von etwa 6000 Quadratkilometern ungleich: Während die Region
Mittlerer Oberrhein eine durchschnittliche Bevölkerungsdichte von rund
450 Einwohnern pro Quadratkilometer aufweist, sind es in der Südpfalz
195 und im Nordelsaß jeweils nur 125 Einwohner. Auch die
Wirtschaftskraft fällt unterschiedlich aus und verteilt sich im Verhältnis
12 (Mittlerer Oberrhein) zu 3 (Südpfalz) zu 1 (Nordelsaß). Täglich
fahren bis zu 16 000 Grenzgänger aus dem Elsass in den deutschen
PAMINA-Teilraum, darunter auch viele Deutsche, die es zum Wohnen in das
Elsass gezogen hat.
Quelle:
http://www.pamina.org
Links
zur PAMINA:
www.pamina. de
Tourismus
(private Anbieter)
www.region-karlsruhe.de/promo/pamina.html
Der
Regionalverband Mittlerer Oberrhein informiert über die PAMINA-Region
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