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Es
ist mal wieder soweit. Turnusgemäß der Legislaturperiode
folgend kommt dieser Tage ein Produkt in die Regale unserer heimischen Medien-Jahrmärkte, dessen Nutzen
für die politische Kultur über jeden Zweifel erhaben ist.
Zur Freude aller Beteiligten ist es der
Unterhaltungsmittelindustrie nach diversen Anleihen bei
Marketingberatern und Public Relations Experten gelungen, das
Erscheinungsbild der Erzeugnisse soweit zu standardisieren,
dass sie untereinander kaum noch Unterschiede aufweisen.
Diese Anstrengungen ermöglichen es endlich, dem umherirrenden
Politkonsumenten die Angst zu nehmen, bei seiner Wahl völlig
daneben zu liegen.
So ist es letztlich kaum noch von Bedeutung, für welches
Produkt sich der Verbraucher entscheidet.
Die Inhalte sind auf angenehme Weise austauschbar, einzig die
Farbe erfordert noch eine Entscheidung aufgrund persönlicher
Präferenzen.
Während des Produktionsprozesses wird dem zukünftigen
Konsumgut durch kompetente Medienberater die ungehobelte Natur
ausgetrieben. Vorbei die Gefahr, dass
ungeschliffene
oder gar allzu dialektgefärbte, verbale
Orientierungslosigkeit die Szene beherrschen könnten.
Mediale Eloquenz dient zur adäquaten Kommunikation der
Produktvorteile, und eine geradezu beruhigende Neutralität,
die als persönliches Mitbringsel durch den derzeitigen
Markenartikelinhaber in die politische Welt eingeführt wurde,
verbreitet eine wohltuende unverbindliche Atmosphäre in der
öffentlichen Präsentation.
Was sich heuer in den Regalen als Alternative zum
etablierten Markenartikel befindet, ist kein rhetorischer
Ab-Kanzler mehr, der ungeschminkt sein Wesen offenbart und die
Zuschauer zu Zeugen seiner innersten Grundhaltungen werden lässt.
Die schicke Verpackung wird zum Standard, der Medien-Klon
agiert selbstsicher und dem Volke angenehm auf den
Mattscheiben und Wahlkampf-Tourneebühnen der Nation.
..Und endlich ist in jeder Verpackung das enthalten, was auf
der glänzenden Umhüllung
versprochen wird: ein sorgfältig gestyltes K-Produkt!
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