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- Fidelitas Monopoly... oder die Badenmetropole im Banne des Konsum |
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Der interessierte Beobachter reibt sich verwundert die Augen. In der Karlsruhe City schießt ein Konsumpalast nach dem anderen aus der Erde. Postgalerie, Mendelssohn-Center, ECE sind die Synonyme dieser Entwicklung. Nach einem Bericht der Badischen Neuesten Nachrichten zufolge wird sich durch diese Bestrebungen die Verkaufsfläche um 58.000 qm auf denn 228.000 qm erhöhen. Ja, wenn es nach Investorenplänen geht, sollen es am Ende sogar fast 400.000 qm werden, was dann etwa der doppelten Verkaufsfläche der Stadt Mannheim entsprechen würde! Schier
unerschöpflich scheint dabei das Vertrauen in das monetäre
Potential der Konsumenten. Doch melden sich auch einige
kritische Stimmen zu Wort. So befürchten z.B. die Vertreter
des Einzelhandels einen ruinösen Wettbewerb der Großen
bei dem die so genannten Kleinen
auf der Strecke bleiben. Denn, so
gibt der naive Laie zu bedenken, steht die Kaufkraft der
Verbraucher dem Handel nicht unbegrenzt zur Verfügung! Das
Spielfeld, auf dem sich die Kontrahenten behaupten müssen,
ist fast ausschließlich
das heikle Terrain der Preisgestaltung. Bunte Prospekte
und Zeitungsbeilagen signalisieren dem Schnäppchenjäger
reiche Beute zu Preisen, welche die nicht so potenten
Konkurrenten die stumpfen Waffen strecken lässt. Diese
Tatsachen sind die eine Seite! Weithin
bekannt sein dürften die Ambitionen der Fächerstadt,
eventuell im Verbund mit Straßburg oder
gar noch Basel, Kulturhauptstadt Europas zu werden. Doch steht eine Realisierung noch in weiter Ferne, fehlen dem kulturellen Profil noch Fundament und Vision. Aber keine Angst, sollten diese Versuche scheitern, bliebe den Karlsruhern am Ende doch noch eine Auszeichnung, nämlich die der Konsumhauptstadt Europas! Ein Ehrentitel, welcher dann auch wohl eher den realen Gegebenheiten unserer kulturellen Befindlichkeit entsprechen würde.
Ich
frage mich, wer da noch einkaufen soll!
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